
Die digitale Welt ist überall
Smartphones, Computer und Bildschirme sind überall zu sehen. Viele älterwerdende Menschen nutzen digitale Medien zur Kommunikation, zum Austausch untereinander und mit der Familie, für Bestellungen und sind gut damit vertraut. Bei anderen gibt es mehr Zurückhaltung oder Unsicherheit. Einige Menschen möchten gar nicht online sein, man nennt sie "Nonliner".
Aber auch, wenn man ohne digitales Endgerät durch die Welt geht: selbst ein normales Festnetz-Telefon kommt heute nicht mehr ohne das Internet aus. Im Gesundheitswesen, bei den Banken, in der Wirtschaft und Industrie, im Freizeit- und Sozialen Bereich ist vieles vernetzt, ist vieles auf die digitalen Hilfsmittel angewiesen und daher das Thema Digitalisierung allgegenwärtig im alltäglichen Leben.
Medienkompetenz in einem breiten Verständnis
In der Seniorenarbeit ist es uns wichtig, dass alle Menschen gut für sich entscheiden können, ob, wie und in welchem Ausmaß sie Chancen der digitalen Welt nutzen und Herausforderungen angehen möchten. Dazu braucht es immer ein gewisses Maß an "Medienkompetenz":
- Kenntnis darüber, wie digital vernetzt verschiedene Lebensbereiche sind
- Kritische Auseinandersetzung mit den großen "Playern" (meist Unternehmen und Staaten) der digitalen Welt
- Reflexion darüber, welche Chancen ich selbst sehe und nutzen möchte - und welche Teile digitaler Welt ich nicht nutzen möchte
- Technische Kompetenz zum Umgang mit den gewünschten Endgeräten, Internetplattformen
Digital-Kompass und BAGSO-Themenseite
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) hat eine empfehlenswerte Themenseite im Internet aufgebaut, auf der die Digitalisierung aktuell und durch verschiedene Stellungnahmen, Positionspapiere und Ratgeber angegangen wird.
Gemeinsam mit dem Verein "Deutschland sicher im Netz" und gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz trägt die BAGSO zudem das Projekt "Digital-Kompass".
- Dabei geht es zum einen um deutschlandweit 100 Standorte, an denen älterwerdende Menschen digitale Geräte ausprobieren und digitale Angebote kennenzulernen. Sie werden darin unterstützt und erhalten wertvolle Hilfestellungen.
- Zum andern geht es um die Website www.digital-kompass.de, auf der es viele Praxis-Tipps und Anleitungen für digitale Angebote gibt. Erklärt werden Funktionsweise und Nutzungsmöglichkeiten verschiedener digitaler Programme und Angebote aus den Bereichen "Suchen und Finden", "Austausch und Vernetzung", "Nachrichten", "Unterhaltung", "Einkaufen und Finanzen", "Technik", "Sicherheit und Recht", "Gesundheit", "Mobilität", "Internet themenübergreifend", und "Lehren und Lernen vor Ort".
- In ditalen Lern-Tandems werden digitalerfahrene Studierende und Menschen, die Neues an ihrem Smartphone, Tablet oder Computer lernen möchten, in Zweier-Teams kostenlos zusammengebracht.
Für das Bundesforum Katholische Seniorenarbeit (BfKS) nimmt Johannes Braun, Leiter des Diözesanbüros für das FORUM älterwerden, regelmäßig an den Sitzungen der Fachkommission Digitalisierung der BAGSO teil.

